Nastassja Kinski traf sich mit den Zuschauern vom „Geist des Feuers“ in Khanty-Mansijsk
02.03.2019, 14:16

Das Treffen von Nastasja Kinski mit dem Publikum fand heute im Rahmen der 17. Festspiele der Filmdebüts „Der Geist des Feuers“ im Konzert und Theaterzentrum „Jugra-Klassik“ statt.

Die berühmte Schauspielerin ist dieses Jahr Ehrengast der Filmfestspiele.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Besuch eines so angesehenen Gastes dank der Unterstützung von der Firma „Gazprom Neft“ im Rahmen der Umsetzung des Sozialinvestitionsprogramms „Heimatstädte“ möglich wurde.

Das Treffen begann etwas später und die Schauspielerin erklärte zunächst, warum sie sich zu spät zur Veranstaltung kam: „Wir waren in Taiga, die wir überhaupt nicht verlassen wollten, wir fuhren durch einen verschneiten Wald ... Sie haben eine unbeschreiblich schöne Natur ... Es gab auch ein Treffen mit Kindern mit Behinderungen. Dies ist wahrscheinlich eine der besten Erfahrungen hier in Khanty-Mansiysk“. Die Schauspielerin zeigte sogar eine wunderschöne Jacke mit eingestickten Buchstaben „Der Geist des Feuers“, die ihr Kinder geschenkt haben.

Das Publikum, das zu dem Treffen kam, stellte der Schauspielerin verschiedene Fragen über ihr Leben und ihre Arbeit. Zum Beispiel, wie Nastassja Kinski, Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn ihren Beruf mit der Familie verbindet. Sie antwortete, dass sie nicht wirklich über die Familie sprechen will, aber sie liebt sie sehr. Ihrer Meinung nach war es natürlich schwierig zu kombinieren, weil man den Kindern alles geben will, weil es toll ist, wenn Kinder da sind.

Die Anwesenden fragten auch, was noch in Russland sie besucht konnte „Ich war in Wladiwostok, ich habe dort Tiger gesehen, aber nicht so nahe, wie ich möchte, und angesichts der geographischen Lage selbst wurde mir klar, wie groß Russland ist. Ich besuchte auch Moskau, St. Petersburg. Jetzt bin ich hier in Khanty-Mansijsk!“.

Dann erzählte die Schauspielerin von dem Film "Erniedrigte und Beleidigte", den sich die Anwesenden nachher anschauen könnten.

In dem Film von Andrei Eschpai (1990, die UdSSR, die Schweiz, Italien) spielte Nastassja Kinski die Rolle von Natasha Ikhmenewa.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Familien, die der Aristokrat Fürst Walkowsky zu den Bettlern machte; der Liebe zwischen Natasha Ikhmenewa und dem Sohn von Walkowsky; das Schicksal des jungen Schriftstellers Ivan Petrowitsch, der in Natascha unerwidert verliebt ist und des Waisenkindes Nelli, dessen Leben auch mit dem Fürsten geheimnisvoll verbunden ist.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Fjodor Dostojewsky.

Schauspieler Nikita Mikhalkow, Anastasia Wjazemskaja, Sergey Perelygin, Alexander Abdulow, Boris Romanov und andere wurden Kollegen von Nastassja Kinski in diesem Film.

Der Produzent dieses Films ist der Ehemann der Schauspielerin Ibrahim Musa.

„Dies ist ein Job, auf den ich stolz bin. Andrey Eschpay - ein hervorragender Regisseur. Und die Tatsache, dass Alexander Abdulow, der Inspirator der Festspiele „Der Geist des Feuers“, in diesem Film mein Kollege war, ist ein wunderbarer Zufall.... Ich war die einzige nicht-Russin im Filmteam. Ich habe deutsche, polnische Wurzeln und russisches Blut fließt auch in meinen Adern, alle behandelten mich wie eine verwandte

und sagten: „Nastja, du gehörst uns!“. Die Arbeit an diesem Film war ein besonderes Gefühl“,- sagte die Schauspielerin.

In Bezug auf Dostojewsky bemerkte Nastasja Kinski, dass er einer ihrer Lieblingsschriftsteller ist: „Man kann die Geschichte in diesem Film nicht gleichgültig beobachten, sie ist dem wirklichen Leben sehr nah ... Ich las viel aus Dostojewsky, in seinen Büchern gibt es viele Gefühle und Erlebnisse. Noch im Jugend verspinnte ich mich in seine Kunst“.